Vielseitigkeitsprüfung ohne Spurlaut im Revier Rottenbach am 02.10.2021

 

Bei besten Wetterbedingungen trafen sich am frühen Morgen sechs Hundegespanne im Revier Rottenbach (nördlich von Lautertal im Landkreis Coburg; direkt an der Grenze zu Thüringen) zur bevorstehenden „Meisterprüfung“ ein. Unter der professionellen Leitung des Prüfungsleiters, Herrn Prof. Dr. Georg Härtel, wurden die Formalitäten zügig erledigt und die Lose gezogen. Nach einer kurzen Fahrt ins Revier stand der erste Prüfungsteil - die Schweißarbeit - auf der Agenda. Die aufsteigende Sonne verdrängte die kühle Morgenluft und wärmte die Führerinnen und Führer, die sich am Sammelplatz mit ihren Vierbeinern die Zeit vertrieben. Parallel zum Sonnenstand stieg auch die Aufregung. Leider war die Aufregung nicht unbegründet oder übertrug sich auf die Hunde: die Schweißarbeit war für einige Gespanne eine unerwartet große Herausforderung. Das wildreiche Revier bot offenbar sehr viele Verleitungen, die für einige unserer kleinen Jagdkameraden leider oftmals sehr verlockend waren. Dazu kamen auch noch zahlreiche Pilzsammler, die das gute Wetter in den letzten Tagen nutzten und den begehrten Waldfrüchten nachstellten. Trotz aller Hindernisse und Verlockungen fanden aber alle Gespanne zum Stück und konnten den begehrten Führerbruch aus den Händen des erfahrenen Richterobmanns, Herrn Reinhold Meyer, in Empfang nehmen. Unterstützt wurde Herr Meyer an diesem Tag von Frau Marica Schumacher, der ersten Vorsitzenden des Deutsch Kurzhaar-Klub Oberfranken-Haßberge e.V, und Herrn Jürgen Reinhart aus Arnstein, die die Arbeit der Hunde gewissenhaft beurteilten. 

 

Nach der Schweißarbeit stand der Gehorsam auf der Agenda. Verhalten am Stand, Schußfestigkeit und Leinenführigkeit wurden abgeprüft und fast alle Hunde zeigten, dass sie ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen haben. Der letzte Prüfungsteil, das Stöbern im Wald, war aufgrund des guten Wildbesatzes keine große Schwierigkeit für die passionierten Hunde. Mit großem Engagement und viel Ausdauer suchten die Hunde die Parzellen ab und fanden sehr schnell Wild. Die eingesetzten Ortungshalsbänder waren zudem sehr hilfreich, um die Arbeit der Hunde nachzuverfolgen. 

 

Nach einem langen und anstrengenden Prüfungstag ließen sich die Richter, Führerinnen und Führer das etwas vorgezogene Abendessen in einer Gastwirtschaft schmecken. Nach dem die Prüfungsbögen ausgefüllt, Listen erstellt und auch noch die Eintragungen in die Ahnentafeln gemacht waren, konnten fünf Führerinnen und Führer die Prüfungsurkunden in Empfang nehmen. 

 

Ein ganz besonderer Dank gilt Frau Roswitha Eckstein, die die Hundegespanne auf die Prüfung mit sehr viel Herzblut, Sachverstand und großem Engagement vorbereitet hat. Vielen herzlichen Dank! 

 


Ergebnis:
Tagessieger Cosi vom Schwarzwaldend, rauhh., 188 Punkte 1. Preis
Führer: Dr. Michael Schmidt, Kulmbach
Fiby von der Laaberbergmeute, langh., 176 Punte, 2. Preis
Führer: Thorsten Röser, Neustadt b. Cbg.
Rieke vom Nonnenschlag, rauhh., 173 Punkte, 2. Preis
Führer: Dr. Anne Bauersachs, Rödental
Kaiser Franz II aus Erdinger Rauhhaar, rauh., 163 Punkte, 2. Preis
Führer: Robert Wiegärtner, Forchheim
Rosi vom Nonnenschlag, rauhh., 145 Punkte, 3. Preis
Führer: Christian Ellmer, Bayreuth