SfK, SchwhK - SchwhK/F und JBN am 14.06.2026 in Motschenbach
An diesem Sonntag trafen sich 4 Gespanne beim Prüfungsleiter Dr. Michael Schmidt in Motschenbach. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Vorsitzende Dr. Anne Bauersachs, verbunden mit den besten Wünschen für den Prüfungstag, stellte der Prüfungsleiter nochmals detailliert den Prüfungsablauf vor. Er erwähnte, dass es in den vergangenen Tagen regnete, aber nach dem Legen der Fährten trocken blieb und so beste Verhältnisse für dieses Vorhaben herrschen sollten. Nach Abhandlung der bürokratischen Formalitäten wurde festgelegt, dass zunächst die beiden getropften und anschließend die Fährtenschuhfährten gearbeitet werden.
Als Richterteam wurden mit Obmann Herrn Karlheinz Müller, sowie Dr. Jutta Stadler und Patricia Baumüller bekannte und erfahrene Hundeleute vorgestellt und die Auslosung vorgenommen. Nach einigen Ergänzungen zum Prüfungsablauf durch den Obmann, verbunden mit dem gewünschten Erfolg für alle, wurde zum Sammelplatz ins Revier der Bayerischen Staatsforsten von Motschenbach verlegt.
Als Losnr. 1 wurde ich von der Lotsin Dr. Anne Bauersachs zusammen mit dem Richterteam zu Fährte 1 gebracht. Die Einweisung vom Prüfungsleiter erfolgte und war gefühlt „ab sofort meinem Schicksal selbst überlassen“. Nach dem Anlegen der Schweißhalsung und -Leine nahm ich das Wundbett mit Schnitthaaren und Schweiß in Augenschein. Unmittelbar darauf kam die Hündin dazu und mit dem Kommando „such verwund“ zog sie in die vorher angesagte Fluchtrichtung des beschossenen Stückes Rehwild. Nun ging es in einen Fichtenhochwald, mit Moos als überwiegenden Untergrund, leicht bergab. Plötzlich bog sie nach links ab, Puls und Anspannung steigen weiter an, im Augenwinkel erkannte ich das geschnittene Wundbett, Entwarnung! Dem Hund vertrauend geht es weiter über herumliegende Giebel, Äste und vom Harvester zurückgelassenes Material im Schlag und auf Rückegassen. Zwischendurch konnte ich als Bestätigung mehrmals einige Tropfen Schweiß feststellen, welche als Beruhigung und Lob für den Hund dienten. An einer kleinen Dickung mit Weißtannen suchte sie dann etwas unsicher nach links und rechts. Mit der Aufforderung „zur Fährte“ geht es in einem Kreis zurück auf die Rückegasse und nach rechts die steile Böschung hinab in Richtung eines Baches. Kein Wundbett gesehen, der Puls steigt wieder. Durch den Bach die Böschung auf der anderen Seite hoch, durch Brennnesseln, fragender Blick zum Hund? Hier Schweiß -gemeldet-, Erleichterung und weiter bergauf bis zum nächsten Wundbett. Abgang gefunden und plötzlich wird sie hektisch, will nach rechts weg. Der Grund offensichtlich, hier haben Sauen gebrochen. Wieder das Kommando „zur Fährte“, der Hund kommt zurück und zieht auf der Fährte weiter, nochmal Schweiß -gemeldet-, der Puls ist immer noch im Anschlag, kurz darauf sind wir am Stück. Mara schaut mich an, wartet auf das „Schälchen“ als Belohnung und mir fallen gefühlte Tonnen Last ab. Nach dem Glückwunsch vom Richterteam, der Bruchüberreichung und „Manöverkritik“ vom Richterobmann, wurde der Hund noch für den Teil der JBN am Stück abgelegt. Die Rückfahrt im Lotsenfahrzeug und das Warten am Sammelplatz bis zum Eintreffen der anderen Gespanne, verdeutlichte mir, dass ich trotz Erfahrungen als Nachsuchenführer und Richter, als Prüfling einen sehr „flauen Magen“ hatte und meinem Schicksal nicht überlassen wurde, Dank meines Hundes.
Auch wenn nicht alle Hundegespanne zum Ziel kamen, möchte ich mich im Namen der Teilnehmer nochmals recht herzlich für die hervorragende Organisation, für die naturnahen Fährten bei Dr. Michael Schmidt und den leckeren Muffins bei Frau Dr. Anne Bauersachs bedanken!
Herzlichen Dank auch an das Richterteam!
Elmar Brückner
Ergebnis:
Tagessieger: Mara vom Jungholz, rauh. 100 Punkte, 1. Preis/Jugend, JBN
Führer: Elmar Brückner, Hofheim
Hexe vom Lorzdorf FCI, rauh. 50 Punkte, 3. Preis
Führer: Jutta Seedorf, Auma
Schussfestigkeit gem. Bescheinigung Fbl. 23b
Bella von den Grönlandpfoten
Führer: Klaus Gottschlich, Föritztal